Dein Router ist das Tor zum Internet. Dieser Guide erklärt, wie du dein Heimnetzwerk absicherst – Schritt für Schritt, auch ohne Technik-Kenntnisse.
Euer Router ist das Nervenzentrum eures Heimnetzwerks. Alle Geräte – Smartphones, Laptops, Smart-TVs, Spielekonsolen – laufen durch ihn. Wenn er schlecht gesichert ist, können Angreifer euren gesamten Netzwerkverkehr einsehen.
Die gute Nachricht: Die wichtigsten Schutzmaßnahmen sind einfach und dauern zusammen weniger als 30 Minuten.
Das wichtigste zuerst: Fast alle Router haben ein Standard-Passwort ab Werk. Diese Standard-Passwörter sind öffentlich bekannt – und das erste, was Angreifer ausprobieren.
Das Router-Verwaltungspasswort ist ein anderes als das WLAN-Passwort. Das Verwaltungspasswort schützt die Einstellungen des Routers selbst – es sollte niemand außer euch kennen.
Das WLAN-Sicherheitsprotokoll bestimmt, wie sicher die Verbindung verschlüsselt ist.
So prüft ihr es:
Euer WLAN-Passwort sollte stark sein – aber trotzdem eingebbar bleiben.
Empfehlung: Eine Passphrase aus 4–5 zufälligen Wörtern, z.B. "Blume-Schrank-Regen-Tasse-7". Leicht einzutippen, aber sehr schwer zu erraten.
Ein Gastnetzwerk ist ein separates WLAN in eurem Haus – getrennt vom Hauptnetzwerk. Geräte im Gastnetzwerk sehen nicht die Geräte im Hauptnetzwerk (z.B. euren Heimserver oder NAS).
Warum das gut ist:
So richtet ihr es ein:
Router-Firmware-Updates beheben Sicherheitslücken. Viele Router machen das nicht automatisch – und viele Nutzer vergessen es.
Empfehlung: Alle 3–6 Monate prüfen, ob Updates verfügbar sind.
UPnP (Universal Plug and Play) ist ein Protokoll, das Geräten ermöglicht, automatisch Ports im Router zu öffnen. Das ist bequem, aber ein Sicherheitsrisiko – denn Schadsoftware kann dasselbe tun.
Wenn ihr keine speziellen Anwendungen habt, die UPnP brauchen (manche Spielekonsolen und NAS-Systeme): Deaktiviert es.
Router-Verwaltung → "UPnP" oder "Universal Plug and Play" → Deaktivieren.
Manche Router erlauben das Einstellen eines eigenen DNS-Servers. Dienste wie Cloudflare for Families (1.1.3.3 und 1.0.0.3) oder CleanBrowsing filtern auf DNS-Ebene bekannte Malware- und (auf Wunsch) Erwachseneninhalte.
Router-Verwaltung → DNS → benutzerdefinierte DNS-Server eintragen.
DNS-Filter sind kein perfekter Kinderschutz – sie können über VPNs oder andere DNS-Server umgangen werden. Aber als zusätzliche Schutzschicht für jüngere Kinder sind sie sehr gut.
| Maßnahme | Erledigt? |
|---|---|
| Router-Verwaltungspasswort geändert | ☐ |
| WLAN-Passwort stark genug | ☐ |
| WPA2 oder WPA3 eingestellt | ☐ |
| Gastnetzwerk für Kinder/Besucher | ☐ |
| Firmware aktuell | ☐ |
| UPnP deaktiviert | ☐ |
| DNS-Filter aktiviert (optional) | ☐ |
Wenn ihr alle Punkte abgehakt habt, ist euer Heimnetzwerk deutlich sicherer als der Durchschnitt.